evangelisch in Rhön-Grabfeld

Zu meinen eindrucksvollsten Begegnungen zählt die mit einem älteren jüdischen Ehepaar vor ein paar Jahren in einem Dorf nahe der Fränkischen Schweiz. Hier gab es über Jahrhunderte ein blühendes jüdisches Leben mit einer eigenen Schule und Synagoge. Die Bevölkerung jüdischen Glaubens bereicherte das in dieser Gegend nicht gerade starke wirtschaftliche Leben. Man wusste, was man aneinander hatte. Das endete im November 1938. Im Zuge der Reichspogromnacht wurden auch noch die letzten Juden des Dorfes, die nicht schon vorher weggezogen waren, deportiert.

Als sich Thomas Sternberg, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, im September offen zur Politik der AfD geäußert und alle freiheitlich-demokratischen Kräfte zum Widerstand aufgerufen hat, stieß ich dazu bei Facebook auf einen kritischen Kommentar. Da wurde gefordert, die Kirche solle keine Wahlempfehlungen geben, weder nach „rechts“ noch nach „links“.  Schließlich sei – nach Martin Luther – ein „Christenmensch ein freier Herr und niemand untertan“ und brauche deswegen keine Bevormundung in seiner Gewissensentscheidung am Wahltag.

Am kommenden Sonntag ist Erntedankfest. Die Ernte ist eingefahren, die Arbeit zumeist getan. Es gilt Dank zu sagen, denen, die gute Arbeit geleistet haben, aber auch dem, der wachsen hat lassen, wenn auch nicht unbedingt unter idealen Bedingungen, nämlich Gott. Nun kann eine ruhigere Zeit eigentlich beginnen, oder? Ich weiß nicht, ob es Ihnen wie mir geht, die ich mit meiner Arbeit nicht so sehr dem Jahreszeitenablauf folge. Irgendwie beneide ich die Menschen, denen die Natur auch Grenzen setzt.

Es gibt Dinge, die sind so großartig, aber zugleich so selbstverständlich, dass man sie in ihrem Wert kaum mehr wahrnimmt. Das kann zum Beispiel die eigene Ehe sein. Oder eine seit Jahrzehnten bestehende Freundschaft. Oder die in diesen Tag von manchen so gescholtene Europäische Union. Aber wenn man für sie schwärmen wollte, man wüsste nicht, wo man anfangen sollte. Seit über 70 Jahren kein Krieg, keine Verfolgung, kein Hunger. Nach Frankreich fahren ohne Grenzkontrolle und ohne Geld tauschen zu müssen.

Dekanatsveranstaltungen

Auswahl
Kategorie
Zielgruppe
Datum
Do, 12.12. 19 Uhr
DA
Dekanatsbüro
Bad Neustadt Bad Neustadt, Kapitelsaal
Do, 9.1. 19:30 Uhr
DA
Dekanatsbüro
Bad Neustadt Bad Neustadt, Ev. Gemeindehaus, großer Saal
Do, 16.1. 15 Uhr
PK
Dekanatsbüro
Bad Königshofen Bad Königshofen, Ev. Gemeindehaus
Sa, 8.2. 9:30-13 Uhr
DS
Bad Neustadt Bad Neustadt, Ev. Gemeindehaus, großer Saal
Do, 13.2. 15 Uhr
PK
Dekanatsbüro
Schweinfurt Verwaltungsstelle/KGA Schweinfurt
Do, 12.3. 15 Uhr
PK
Dekanatsbüro
Ostheim Ostheim, Gemeindescheune
Di, 17.3. 19:30 Uhr
DA
Dekanatsbüro
Ostheim Urspringen, Pfarrscheune
Do, 23.4. 15 Uhr
PK
Dekanatsbüro
Ostheim Urspringen, Pfarrscheune
Mi, 6.5. 19:30 Uhr
DA
Dekanatsbüro
Bad Neustadt Bad Neustadt, Ev. Gemeindehaus, großer Saal
Do, 14.5. 15 Uhr
PK
Dekanatsbüro
Waltershausen Waltershausen Gemeindehaus

Tageslosung

Der HERR sprach zu Mose: Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen.
2.Mose 34,10
Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.
Matthäus 4,23

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie hier .

Veranstaltungen des Erwachsenenbildungswerkes

Tageslosung

Der HERR sprach zu Mose: Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen.
2.Mose 34,10
Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.
Matthäus 4,23

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