"Wort vom Wochenende" - der geistliche Impuls aus der Regionalausgabe der Mainpost

Für die Regionalausgabe Rhön-Grabfeld der Zeitung "Mainpost" verfasst jede Woche eine Person aus der evangelischen oder katholischen Kirche einen kurzen geistlichen Impuls als "Wort zum Wochenende". Wir veröffentlichen die Texte hier mit kleiner Verzögerung und lassen der Mainpost damit den Vortritt. Weitere "Worte zum Wochenende" kann man auf der homepage www.mainpost.de mit der Suchfunktion finden.

Für das Wochenende ab 17. Juli 2026 schrieb Beate Hofmann-Landgraf, Pfarrerin in Irmelshausen, Höchheim, Rothausen und in der Altenheimseelsorge des Evang.-Luth. Dekanats Bad Neustadt/Saale:

Letzte Woche, liebe Leserin, lieber Leser,

war Sommerempfang bei unserer Regionalbischöfin Frau Gisela Bornowski in Rothenburg. Ihr letzter in ihrer Funktion als Regionalbischöfin unseres Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Zum Ende des Jahres geht sie in den Ruhestand. Deshalb war es mir wichtig, ihre Einladung anzunehmen. Und: es hat sich gelohnt, wegen des Anlasses und wegen des Referenten. Die Regionalbischöfin hatte Johannes Warth eingeladen. „In einem Gemisch aus Wortwitz – Aktionsbildern und den dahinterliegenden Botschaften, nimmt er die Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine Reise voller Staunen, Lachen und schlussendlich Bewegen mit.“ So steht es auf seiner Homepage. Und so war es auch. Als „ErMUTiger“ ist er auf die Bühne und hat gekonnt die Bibel in der heutigen Sprache ins Spiel gebracht. 
Ein Beispiel: Es macht einfach einen Unterschied, wie ich in den Tag gehe – frohgeMUT oder missMUTig. „Selbsterfüllende Prophezeiung“ nennt man das in der Psychologie. Wenn ich mir also vorstelle, etwas geht nicht gut aus, dann handle ich unbewusst so, dass es am Ende tatsächlich nicht gut ausgeht. ABER: Es könnte ja auch gut ausgehen! Das macht einen gewaltigen Unterschied!
Wie also gehen Sie am Morgen aus dem Badezimmer in Ihren Tag? FrohgeMUT oder missMUTig?
Ich möchte Ihnen sagen: Gehen Sie ohne Furcht aus dem Badezimmer in Ihren Tag! 
Die Bibel sagt es so: Fürchte dich nicht! Das ist nicht nur die häufigste, sondern für mich auch eine der wichtigsten Zusagen aus der Bibel.
Wie, liebe Leserin, lieber Leser sind Sie heute aus dem Badezimmer gegangen? Sie könnten auch noch einmal zurückgehen – wirklich oder in Gedanken – und neu in den Tag gehen. Gott geht mit! Gehen Sie also ohne Furcht! FrohgeMUT!
Es war übrigens durchwegs ein sehr schöner Empfang an diesem lauen Sommerabend in der letzten Woche. Danke dafür!
Herzlich grüßt Sie
Beate Hofmann-Landgraf