"Wort vom Wochenende" - der geistliche Impuls aus der Regionalausgabe der Mainpost

Für die Regionalausgabe Rhön-Grabfeld der Zeitung "Mainpost" verfasst jede Woche eine Person aus der evangelischen oder katholischen Kirche einen kurzen geistlichen Impuls als "Wort zum Wochenende". Wir veröffentlichen die Texte hier mit kleiner Verzögerung und lassen der Mainpost damit den Vortritt. Weitere "Worte zum Wochenende" kann man auf der homepage www.mainpost.de mit der Suchfunktion finden.

Für das Wochenende ab 3. Juli 2026 schrieb Egon Bauß, katholischer Ehrenamtlicher und ehemaliger Schulleiter der Udo-Lindenberg-Mittelschule Mellrichstadt, aus Nordheim/Rhön:

Liebe Leserin, lieber Leser
die Fußball-Weltmeisterschaft dominiert die Nachrichtenwelt trotz aller brandgefährlichen Krisenherde auf unserer Erde. Das wird so weitergehen bis zum Endspiel Mitte Juli und vielleicht auch darüber hinaus. Ich selbst finde wenig Begeisterung für den Fußball und habe in meinem bisherigen Leben noch kein Spiel in voller Länge angesehen. Ich interessiere mich eher für die Dinge, die am Spielfeldrand geschehen. Und da konnten wir vor kurzem in unserer Tageszeitung lesen: „Jonathan Tah will auch in Zukunft nach Spielen der deutschen Nationalmannschaft mit Teamkollege Nmecha – ich kannte beide Namen nicht - und anderen Profis beten. Bei diesem Zeichen, einem Gebetskreis nach dem Spiel gegen Curacao mit Spielern und Gegenspielern, gehe es mehr als nur um Fußball: es gehe um Liebe, um Nächstenliebe, es gehe um Frieden und Dankbarkeit.“ Soweit die Zeitung. Fällt es uns Christen nicht schon schwer, außerhalb eines Gotteshauses zu beten? Beispielsweise vor dem Mittagessen in einem Restaurant ein kleines Kreuzzeichen zu machen? Mit diesem Kreuzzeichen in der Öffentlichkeit zu bekennen, dass wir Christen sind? Dass Liebe, Nächstenliebe, Frieden und Dankbarkeit zu den Kernpunkten unseres Glaubens gehören? Vielleicht sollten wir uns das mal trauen und anderen damit ein Zeichen geben. Vielleicht zeigt dann auch der Satz aus dem Matthäus-Evangelium „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ seine Wirkung. Ich wünsche uns den Mut dazu.