Für die Regionalausgabe Rhön-Grabfeld der Zeitung "Mainpost" verfasst jede Woche eine Person aus der evangelischen oder katholischen Kirche einen kurzen geistlichen Impuls als "Wort zum Wochenende". Wir veröffentlichen die Texte hier mit kleiner Verzögerung und lassen der Mainpost damit den Vortritt. Weitere "Worte zum Wochenende" kann man auf der homepage www.mainpost.de mit der Suchfunktion finden.
Für das Wochenende ab 18. September 2026 schrieb Dominik Bohne, Pfarrer in Bischofsheim:
Liebe Leserin, lieber Leser,
manche Menschen sind sehr optimistisch: „Alles wird gut!“. Ja: immer besser, schneller, größer, höher.
Christen glauben weniger an die fortschreitende Perfektion, dafür mehr an die zunehmende Überwindung der Welt: „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“
So ertrugen schon die ersten Christen manche Ungerechtigkeit. Heute gibt es Christen, die für ihren Glauben sogar ins Gefängnis gehen. Sie sind erfüllt von einem Ziel jenseits dieser Welt: der Ewigkeit. Aus dieser Hoffnung ziehen sie erstaunliche Energie und Geduld.
Auch wir erleben wohl in unserem Alltag: dass man mit Gottvertrauen und Gebet durch einen anstrengenden Arbeitstag kommen kann. Oder durch den Glauben in Krisen des Lebens stand hält. Dass man durch Jesus Christus sich selbst und die Welt beglückend neu sehen kann.
Sicher: auch gefestigte Persönlichkeiten verlieren bisweilen den Mut. Man klammert sich dann vorsichtshalber an Sicherheiten im Hier und Jetzt: Besitz, Beziehungen, Genuss...
Der Geist Gottes schenkt eine Sicherheit anderer Art. Das Wort Gottes ist das Seil, das den Gotteskindern festen Halt gibt. In seinem Schlepptau gehen sie Schritt für Schritt. Wie eine Seilschaft auf dem Weg zu einem hohen Gipfel. Dabei werden ihnen immer wieder mutmachende Panorama-Aussichten geschenkt: sie schauen voraus in die kommende Welt Gottes. Das gibt Kraft und Schwung für das nächste Wegstück.
Mit diesem Ausblick grüßt Sie,
Dominik Bohne (Pfarrer in Bischofsheim)