Für die Regionalausgabe Rhön-Grabfeld der Zeitung "Mainpost" verfasst jede Woche eine Person aus der evangelischen oder katholischen Kirche einen kurzen geistlichen Impuls als "Wort zum Wochenende". Wir veröffentlichen die Texte hier mit kleiner Verzögerung und lassen der Mainpost damit den Vortritt. Weitere "Worte zum Wochenende" kann man auf der homepage www.mainpost.de mit der Suchfunktion finden.
Für das Wochenende ab 19. Juni 2026 schrieb Bertram Ziegler, Pfarrer im Pastoralen Raum „Am Kreuzberg“ mit Sitz in Oberelsbach:
Liebe Leserin, lieber Leser,
kommenden Sonntag, den 21. Juni, steht die Sonne im Zenit und der längste Tag des Jahres ist für die nördliche Erdhälfte da. In diesen Tagen feiern viele Menschen das Fest des Täufers Johannes mit den Johannes- und Sonnwendfeuern. Seit alters her faszinieren sich Menschen für Zeiten der Wende. Dies merkt man bei den unterschiedlichsten Bräuchen, die damit verbunden sind. Feuer erhellen den Abend bis in die Dunkelheit. Blumenkränze im Haar beim Mittsommer in Schweden verbunden mit reichlich Tanz sorgen für einmalige Erinnerungen.
Und wie gelöst war die Stimmung, als in unserem Land die Wende vollzogen wurde und das Land Einheit erfahren hat! Denke ich darüber nach, scheint mir, dass wir hier mittlerweile in einer ganz anderen Zeit angelangt sind.
Doch entscheidend bleiben die persönlichen Zeiten der Wende bei besonderen Ereignissen im Leben. Zu spüren ist dies bei Taufen, Trauungen, aber auch beim Verabschieden von Liebgewordenen am Grab. Wendemomente erleben Jugendliche, wenn ihnen in dieser Zeit Abiturzeugnisse verliehen oder andere Abschlüsse erworben werden und Ausbildung, Studium oder ein freiwilliger Dienst auf sie warten. Andere verabschieden sich in den verdienten Ruhestand nach einer langen Zeit des Wirkens.
Ihnen allen möge gelten: Gott segne dich in den Wendepunkten deines Lebens!
Gottes Segen!