angedacht

November – mit allem, was dazu gehört: Nebel, dunkel, nasskalt, Totengedenktage … und neu oder immer noch und wieder: Corona. Ich glaube, keiner kann es so richtig gut mehr hören. Vielleicht ging es Ihnen auch schon wie mir. Am liebsten, so dachte ich, ziehe ich morgens die Bettdecke über den Kopf, mache Winterschlaf und wache im Frühjahr wieder auf, wenn alles neu zum Leben erwacht und gut ist. Eine Bekannte nahm mir bei dieser Schilderung jegliche Illusion, sie sagte: „Und dann ist doch wieder alles beim Alten.“  Ja, schon. Aber … „Schlaf doch mal drüber!“, heißt eine Weisheit.

Wenn Sie diese Zeilen jetzt lesen, dann weiß ich natürlich nicht, wie alt Sie sind. Das geht mich auch nichts an.

Ich bin jedenfalls alt genug, um mich an Fußbodenfliesen von „früher“ erinnern zu können: die waren so groß, dass Kinderfüße hineingepasst haben. Außerdem hatten sie unterschiedliche Farben: meistens waren helle und dunkle Fliesen so im Wechsel gelegt, dass ein Karo-Muster entstanden ist.

Zu den angenehmen Begleiterscheinungen der zurückliegenden Corona-Wochen gehört die von den meisten Menschen in unserem Land geteilte Erkenntnis, dass unsere Politikerinnen und Politiker in dieser Krise bisher eine ziemlich gute Figur abgegeben haben. In dieser Woche wurde der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann ausdrücklich für sein Krisenmanagement gelobt.

Angedacht - Friede sei mit euch! mws.admin Mi, 05/06/2020 - 13:53

Es ist ein ganz alltäglicher Gruß, der die Erstarrung der Jünger durchbricht. „Friede sei mit euch!“ sagt der Auferstandene zu den Jüngern, die sich eingeschlossen haben in ihrer Angst, in ihrem Hin- und Hergerissen sein zwischen Hoffen und der Angst alles verloren zu haben. Es ist gerade, die Einfachheit dieses Grußes, die den Jüngern hilft zu begreifen, was nicht zu begreifen ist, die Angst ist, wie der Tod, seit der Auferstehung Jesu Christi mehr als zweifelhaft.

Vor kurzem las ich in der Main-Post einen Artikel vom Theologen Lilie, der die Überschrift hatte: „Jesus hatte Freunde und keine Follower“. Lilie ließ sich darüber aus, dass das neumoderne „folgen“ und „liken“ von Personen, die wegen irgendwelcher Modetipps, Karaoke-Gesängen oder Lebensstilen ins Zentrum der Betrachtung kommen, fragwürdig mit dem Begriff „Freunde“ (womöglich fürs Leben?!) zusammengebracht werden können. Er behauptete, Jesus hätte es da besser getroffen, er hätte Freunde gefunden. Ich frage: Ist es so?

Angedacht - Gelähmt von der Hoffnung mws.admin Mo, 10/28/2019 - 11:50

38 Jahre war er von der Macht einer Krankheit gelähmt. Gelähmt von der Hoffnung sich selbst Heilung zu verschaffen. Jetzt unternimmt er einen weiteren Versuch. Ein wundertätiger Ort, ein Ort der Heilung. Aber auch hier, findet er zunächst keine Heilung für seine Lähmung. Er ist so nah dran und doch so weit weg. Ein Ort des Heils war in diesem Nest zu finden, eine Sammlung wertvollster und edelster Heilsbruchstücke, Reliquien. Und sie kamen und suchten Heil in der Hoffnung sich selbst zu erlösen im Schauen und Bestaunen der Sammlung, die Friedrich III in Wittenberg zusammengetragen hat.