Kirchenmitglieder genauer im Blick: Dekanatssynode tagte in Bad Neustadt

Dekanatssynode Bad Neustadt: Dank an die bisherige MAV
Bildrechte Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Bad Neustadt an der Saale

Zur Frühjahrssitzung der Dekanatssynode, dem „Parlament“ des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirks, trafen sich am 14. März in Bad Neustadt rund 40 Delegierte. Anstelle des verhinderten Präsiden Alexander Neugebauer begrüßte Dekan Rasp die ehrenamtlichen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher und hauptamtlichen Mitarbeitenden. In der Andacht bezog er sich mit der Frage: „Wem werde ich zum Nächsten?“ auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus dem Lukasevangelium.
Für zwei Verabschiedungen bot anschließend die Dekanatssynode den passenden Rahmen. Fünf Mitglieder der noch amtierenden Mitarbeitendenvertretung waren anwesend, deren Amtszeit in einigen Wochen mit der anstehenden Neuwahl endet . Dekan Rasp dankte den Mitarbeiterinnen aus Kirchengemeinden, Kindertagesstätten und diakonischen Einrichtungen herzlich für ihr Engagement und überreichte Rosen und ein süßes Dankeschön an (siehe Foto von links): Andrea Schlotthauer, Andrea Helm-Koch, Martina Barthelmes, Rosika Englert und Andrea Streit.
 

Dekanatssynode Bad Neustadt: Dank an Landessynodale Marion Winnefeld
Bildrechte Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Bad Neustadt an der Saale
Ihr Vorgänger Fritz Schroth (links) und Dekan Uwe Rasp danken der scheidenden Landessynodalen Marion Winnefeld.

Nach sechs Jahren endet auch die Amtszeit der bisherigen Landessynodalen Marion Winnefeld. Sie war im Kirchenparlament der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern die gewählte ehrenamtliche Delegierte der beiden Dekanatsbezirke Lohr und Bad Neustadt. Fritz Schroth, ihr langjähriger Vorgänger in dieser Funktion, war extra angereist, um Marion Winnefeld Dank und Anerkennung auszusprechen. Dem schloss sich auch Dekan Rasp gerne an (siehe Foto). Als nächster Punkt standen formelle Beschlüsse zum Haushaltsplan für 2026 an, die zügig abgestimmt wurden.

Dekanatssynode Bad Neustadt: Clara Jantos von der Wirkstatt evangelisch
Bildrechte Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Bad Neustadt an der Saale
Clara Jantos von der Wirkstatt evangelisch referiert in Bad Neustadt.

Zum Schwerpunktthema der Synode begrüßte Bildungsreferent Stefan Wurth dann Clara-Marie Jantos, Mitarbeiterin der „Wirkstatt evangelisch“ aus Nürnberg (siehe Foto). Sie brachte den Anwesenden einige Ergebnisse und Erkenntnisse der „6. Kirchlichen Mitgliedschaftsuntersuchung“ näher. Bei dieser groß angelegten Befragung gaben über fünftausend evangelische, katholische und konfessionslose Menschen Auskunft zu ihrem Glauben und ihren Einstellungen gegenüber den beiden Kirchen. In lebendiger und abwechslungsreicher Form verstand es die Referentin, die statistischen Daten aufzuschlüsseln und die Delegierten ins Gespräch darüber zu bringen. So bat sie in einer Art Quiz um die Einschätzung der zutreffenden Antwort per Handzeichen bevor die Darstellung der tatsächlichen Zahlen erfolgte. Das führte zu manchen überraschenden Wahrnehmungen. Die Antwort auf die Frage etwa, wieviel Prozent der Kirchenmitglieder sich nicht als Christen verstehen, lautete: etwa ein Viertel. Zu anderen Erkenntnissen der Studie konnte in Kleingruppen beraten oder in einem Rollenspiel debattiert werden. So entspannen sich z.B. teilweise kontroverse Diskussionen zur These, das Christentum sei die Grundlage der westlichen Welt. Zum Abschluss wurden dann Ideen und Konsequenzen für die praktische Gemeindearbeit gesammelt und nach „wichtig“ und „machbar“ bewertet.

Dekan Rasp dankte nach drei intensiven Stunden der Referentin für die gelungene Anregung. Bei allen anstehenden Beratungen über Strukturreformen sei es notwendig, gleichzeitig die Bedürfnisse aller Kirchenmitglieder im Blick zu behalten. Präsidin Daniela Werner schloß die Versammlung mit Gebet, Lied und Segen.