Für die Regionalausgabe Rhön-Grabfeld der Zeitung "Mainpost" verfasst jede Woche eine Person aus der evangelischen oder katholischen Kirche einen kurzen geistlichen Impuls als "Wort zum Wochenende". Wir veröffentlichen die Texte hier mit kleiner Verzögerung und lassen der Mainpost damit den Vortritt. Weitere "Worte zum Wochenende" kann man auf der homepage www.mainpost.de mit der Suchfunktion finden.
Für das Wochenende ab 16. Januar 2026 schrieb Beate Hofmann-Landgraf, Pfarrerin in Irmelshausen, Höchheim, Rothausen und in der Altenheimseelsorge des Evang.-Luth. Dekanats Bad Neustadt/Saale:
Liebe Leserin, lieber Leser,
ich wünsche Ihnen ein gutes und gesegnetes neues JA!
Es ist zwar schon Ende Januar, aber in unserer Gegend kann man das bis zur „Howerern“ (Haferernte) wünschen. Und es liegt ja auch wirklich noch die meiste Zeit des neuen Jahres 2026 vor uns.
Ich wünsche Ihnen also ein gutes und gesegnetes neues JA!
Gerade deshalb, weil das nicht einfach ist mit dem „JA“. Nur zwei kleine Buchstaben, und doch so schwer in diesen Zeiten. Umso wichtiger ist mir mein Wunsch für Sie! Dieser Wunsch hat seinen Hintergrund schon bei der Schöpfung: „Am Anfang“ – so geht es ja los in der Schöpfungsgeschichte. Mit Worten, die Gott spricht: „Es werde“. Und es ward. Und Gott sah alles an – und es war gut. So sagt es Gott. Sagt damit JA.
Ganz am Anfang steht also für mich das Wort JA. Und dieses Wort bleibt.
In Jesus ist das JA in diese Welt gekommen. An Weihnachten haben wir das gefeiert. Die Weihnachtstage sind zwar vorbei, aber das JA bleibt. Und was ich weiß: Dieses bedingungslose JA weist über all‘ unsere menschlichen Unzulänglichkeiten hinaus.
Wer dieses bedingungslose JA hört und ihm Platz in seinem Leben gibt, den wird es verändern. Dieses JA will berühren – immer und immer wieder. Dieses JA will das Leben zeigen – immer und immer wieder. Dieses JA fordert aber auch – jeden Tag aufs Neue.
Gottes JA gilt uns.
Ja, aber: es ist kein JA zu allem. Dann spüren wir so viel von dem JA und dem ABER gleichzeitig. Und oft einmal ist es nicht aufzulösen. Wir müssen dann irgendwie damit leben. Umso mehr brauche ich dieses volle JA für mein Leben! Dieses JA, das Gott zu meinem Leben schon längst gesagt hat. Und zu Ihrem.
Gott sagt: „JA, ich mache ein Stück Ewigkeit zu Eurer Lebenszeit. JA, ich möchte es. Ich möchte mit Euch lachen, lieben, streiten, trauern, … mit Euch leben.“ Gott sagt JA zum Jahr 2026, das vor uns liegt. Selbst wenn wir es nicht erkennen können. Dieses JA, es ist da. Es belgeitet mich. Und Sie. Das JA ist stärker als alle ABERS.
In diesem Sinne: Ein gutes und gesegnetes neues JA – Ihnen und Euch allen!