Erster Diakoniegottesdienst im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Bad Neustadt an der Saale

Blick in die Kirche beim Diakoniegottesdienst am 20.10.26 in Ostheim
Bildrechte Evang.-Luth. Dekanat Bad Neustadt an der Saale

Ostheim. Rund 70 Mitarbeitende und Freunde der Diakonie hatten sich in der Kirche St. Michael versammelt, als am 20. Oktober erstmals ein „Diakoniegottesdienst“ gefeiert wurde. Alle Mitarbeitenden der Diakonie im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk Bad Neustadt an der Saale waren dazu in die Kirchenburg eingeladen worden. Besinnliche Instrumentalklänge der Lobpreisgruppe aus Bischofsheim eröffneten die Feier. Anschließend begrüßte das Pfarrersehepaar Christine und Simon Dürr als „Hausherren“ die Anwesenden und Dekan Uwe Rasp führte ins Anliegen des Gottesdienstes ein: Dankbarkeit für die Arbeit der diakonischen Einrichtungen und ihrer Mitarbeitenden und Stärkung der Verbindung zwischen ihnen und den Kirchengemeinden. Das Lied „1o.ooo Gründe“ der Lobpreisgruppe ließ alle in den Dank an Gott einstimmen: „Du schenkst Gnade, Trost und Barmherzigkeit, von deiner Güte will ich immer singen“ heißt es im Text. Auf die Psalmlesung von Diakonin Cornelia Dennerlein und die biblische Lesung von Karina Werner antwortete die Gemeinde mit dem schwungvoll gesungenen „Halleluja, lobet Gott“. 

Diakon Fritz Blanz bei der Predigt im Diakoniegottesdienst am 20.10.2026 in Ostheim
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Die Predigt gestaltete Diakon Fritz Blanz als ein grundlegendes Plädoyer für eine diakonische Kirche, die in der Welt die Nöte der Menschen sieht und darin Gottes Auftrag erkennt. Der Diakon war jahrelang auf Landesebene an der Schnittstelle zwischen Kirchengemeinden und Diakonie und auch europaweit tätig. In seinem Ruhestand hat er sich dem Thema der „Konvivenz“ verschrieben und damit der Frage, wie wir alle in unserer Gesellschaft gut im Sinne Gottes miteinander leben können. „Wenn der Mensch eine Idee Gottes, ein Bild Gottes ist, dann liegt in jedem Menschen eine von Gott gegeben Würde, ausnahmslos!“ betonte Fritz Blanz eindringlich. In der Lebens- und Glaubenspraxis begründe das „Verantwortungsgemeinschaften“: Mit einem lebensbejahenden, von Gott geprägtem Menschenbild, so Blanz, erfahre man eine Freiheit, mit der man auf die Mitmenschen zugehen könne. Wir alle trügen Verantwortung im Rahmen unsere Möglichkeiten. Wenn die erschöpft seien, „dann sollten wir uns nicht scheuen, die Diakonie anzurufen“. Konkret macht der Prediger das am Beispiel der pflegenden Angehörigen, die in Deutschland pro Jahr immense Leistungen im Gegenwert von 178 Mrd. € erbrächten. Doch sie kämen bei größeren medizinischen Herausforderungen unvermeidlich an ihre Grenzen und da beginne die Aufgabe der Diakonie mit ihren mobilen oder stationären Pflegeangeboten. Da es dabei stets um die Menschen vor Ort gehe, sei auch die Kirchengemeinde mit im Boot. Wo nicht, müsse man sie dazu einladen. In den Fürbitten brachte Diakonin Cornelia Dennerlein als Diakoniebeauftragte des Dekanates die verschiedenen Verantwortungsgemeinschaften vor Gott: Paare, Familien, Gruppen und Vereine bis hin zum ganzen Land. „Danke für alle Gruppen, Vereine und Kreise, die mit ihren Veranstaltungen den Zusammenhalt in den Gemeinden fördern… Hilf uns auf das zu schauen, wofür wir dankbar sein können. Lass uns mitwirken an Gerechtigkeit und einer lebendigen Demokratie.“, betete sie vor dem gemeinsamen Vaterunser.

Diakonievorstand Carsten Bräumer und Dekan Uwe Rasp gratulieren Dieter Geis für seine langjährige Mitarbeit.
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Im Rahmen des Gottesdienstes wurde Dieter Geis als langjähriger Mitarbeitender der mobilen Pflege in Ostheim geehrt. Er erhielt von Diakonievorstand Carsten Bräumer das „Kronenkreuz der Diakonie in Gold“ überreicht. Alle Anwesenden waren dann eingeladen, sich für ihre Aufgaben in den verschiedenen Verantwortungsgemeinschaften persönlich segnen zu lassen. Die anwesenden Geistlichen standen dazu an verschiedenen Plätzen in der Kirche bereit und das Angebot wurde zahlreich in Anspruch genommen. Mit Lied, Segen und Musik endete der besondere Gottesdienst. Die anschließende Einladung zum geselligen Beisammensein wurde dann ausführlich genutzt. Biertische und Bänke standen bereit und ein ansehnliches Buffet sowie Getränke, was alles zur Abendbrotzeit guten Zuspruch fand. Dabei kam man über die Eindrücke des Gottesdienstes und die verschiedenen Arbeitsbereiche ins Gespräch. Der Anlass dafür ist sonst kaum gegeben und so förderte dieser erste Diakoniegottesdienst die Gemeinschaft zwischen Diakonie und Kirchengemeinde auch ganz praktisch.

Geselliges Beisammensein nach dem Diakoniegottesdienst am 20.10.2026 in Ostheim
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