aufgeschlossen

Das muss man sich einmal vorstellen: Der Sohn irgendeines Zimmermanns wird von der römischen Besatzungsmacht in irgendeiner Provinz des römischen Reiches hingerichtet. Einer von vielen. Aus der Sicht Roms daher völlig unbedeutend. Der berühmte Geschichtsschreiber Tacitus wird noch 80 Jahre später darüber eine kurze wie falsche Notiz machen. Er nennt die Christen, weil er den Namen „Christus” nur vom Hörensagen kennt, „Chrestianer”. Denn so schien es ja: Jesus stirbt am Kreuz nach nur wenigen Jahren Wirken und alles ist vorbei. Aber es kam anders!

Aufgeschlossen - Die goldene Mitte mws.admin Fr, 02/22/2019 - 11:35 Die goldene Mitte! Welch eine Verheißung liegt auf ihr. Nimmt man zwei sich gegenüber stehende Extreme, dann liegt zwischen ihnen die goldene Mitte. Schon der griechische Philosoph Aristoteles gab den Rat, in jeder Situation seine eigene goldene Mitte zu finden. Demnach müsste eigentlich auch alles Mittelmäßige als golden erachtet werden.
Aufgeschlossen - Hören und Schweigen bringt mich meinem Mitmenschen nahe mws.admin Di, 02/12/2019 - 10:41

„Herr, höre meine Bitte, leih´ mir dein Ohr und höre, was ich dir sagen will. Ich sage alles frei und ohne Umschweife; und dann rede du und sag´ mir, was richtig ist…“

Der Beter des Psalm 17 sucht in seiner Not einen Ansprechpartner, der sich ihm zuwendet, ihm zuhört und mit ihm abwägt, was nun richtig ist, getan zu werden. In dieser Verzweiflung wird deutlich, wie kostbar es ist, jemanden zu haben, der sich Zeit nimmt und wirklich zuhört.

Aufgeschlossen - Geschichte weiter erzählen mws.admin Fr, 11/09/2018 - 10:53

Zu meinen eindrucksvollsten Begegnungen zählt die mit einem älteren jüdischen Ehepaar vor ein paar Jahren in einem Dorf nahe der Fränkischen Schweiz. Hier gab es über Jahrhunderte ein blühendes jüdisches Leben mit einer eigenen Schule und Synagoge. Die Bevölkerung jüdischen Glaubens bereicherte das in dieser Gegend nicht gerade starke wirtschaftliche Leben. Man wusste, was man aneinander hatte. Das endete im November 1938. Im Zuge der Reichspogromnacht wurden auch noch die letzten Juden des Dorfes, die nicht schon vorher weggezogen waren, deportiert.

Aufgeschlossen - Wahlempfehlung: Liebe mws.admin Mi, 10/10/2018 - 11:14

Als sich Thomas Sternberg, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, im September offen zur Politik der AfD geäußert und alle freiheitlich-demokratischen Kräfte zum Widerstand aufgerufen hat, stieß ich dazu bei Facebook auf einen kritischen Kommentar. Da wurde gefordert, die Kirche solle keine Wahlempfehlungen geben, weder nach „rechts“ noch nach „links“.  Schließlich sei – nach Martin Luther – ein „Christenmensch ein freier Herr und niemand untertan“ und brauche deswegen keine Bevormundung in seiner Gewissensentscheidung am Wahltag.

Am kommenden Sonntag ist Erntedankfest. Die Ernte ist eingefahren, die Arbeit zumeist getan. Es gilt Dank zu sagen, denen, die gute Arbeit geleistet haben, aber auch dem, der wachsen hat lassen, wenn auch nicht unbedingt unter idealen Bedingungen, nämlich Gott. Nun kann eine ruhigere Zeit eigentlich beginnen, oder? Ich weiß nicht, ob es Ihnen wie mir geht, die ich mit meiner Arbeit nicht so sehr dem Jahreszeitenablauf folge. Irgendwie beneide ich die Menschen, denen die Natur auch Grenzen setzt.

Aufgeschlossen - Gretchenfrage mws.admin Mi, 07/18/2018 - 12:12

Es gibt Dinge, die sind so großartig, aber zugleich so selbstverständlich, dass man sie in ihrem Wert kaum mehr wahrnimmt. Das kann zum Beispiel die eigene Ehe sein. Oder eine seit Jahrzehnten bestehende Freundschaft. Oder die in diesen Tag von manchen so gescholtene Europäische Union. Aber wenn man für sie schwärmen wollte, man wüsste nicht, wo man anfangen sollte. Seit über 70 Jahren kein Krieg, keine Verfolgung, kein Hunger. Nach Frankreich fahren ohne Grenzkontrolle und ohne Geld tauschen zu müssen.

„Es ist nicht akzeptabel, dass durch eine aggressive Anti-Abschiebe-Industrie bewusst die Bemühungen des Rechtsstaats sabotiert und eine weitere Gefährdung der Öffentlichkeit provoziert wird.“ Sagt Alexander Dobrindt. Wenn also Menschen aus „sicheren“ Herkunftsländern nicht zurück in ihre Heimat geschickt werden, dann ist das gefährlich – für uns.

Sind Sie eigentlich für das Kreuz - oder dagegen? – Dieser Frage müssen sich scheinbar im Moment viele Menschen in Bayern stellen, seit der bayerische Ministerpräsident Markus Söder angeordnet hat, dass Kreuze in allen Behörden des Freistaats aufgehängt werden müssen. Für die einen, die gar nichts oder etwas anderes glauben, fällt die Antwort womöglich leicht. Für andere scheint es eine abendländische Selbstverständlichkeit.