Angedacht - Von Prinzessinen und Königen

Es klingt unrealistisch, wenn jemand träumt: Ich wäre gerne Prinzessin, ich wäre gerne König? Das ist unangemessen und überheblich, denken Sie? Nein: Er ist ein König. Sie ist eine Prinzessin.

Sie auch, liebe Leserin: Sie sind eine Königin! Sie auch, lieber Leser: Sie sind ein Prinz!

Wie? Sie können nicht verstehen, was ich meine? Sie tragen doch gar keine Krone auf dem Kopf? Ich widerspreche Ihnen: Sie tragen eine Krone, die Gott selbst Ihnen verliehen hat. Er krönt Sie mit Ehre und Herrlichkeit! So erzählt es uns die Bibel. Und diese Krone möchte auch getragen werden! Menschen, die eine Krone tragen, üben das: gerade, aufrecht, entsprechenden Schrittes zu gehen. Den Kopf nicht hängen lassen, die Nase nicht zu hoch tragen. Das tut nicht gut. Da fällt die Krone herunter.

Rücken Sie sich doch bitte einmal zurecht! Setzen Sie sich einer Krone auf Ihrem Kopf angemessen hin. Richten Sie sich einer Krone auf Ihrem Kopf angemessen auf. Machen Sie sich bewusst, dass Gott Sie krönt. Das verändert! Das gibt uns innere Gewissheit: ER gibt uns die Ehre! ER schenkt uns Herrlichkeit! So richtet Gott uns auf – immer wieder.

Vielleicht kennen Sie das geflügelte Wort: Hinfallen – Aufstehen – Krone richten – Weitergehen.

Ich möchte es mit Gott verstehen und begreifen: Hinfallen ist menschlich. Liegenbleiben ist höllisch. Aufstehen ist göttlich. Gott krönt uns mit Ehre und Herrlichkeit! Mag sein, was will. Mag kommen, was will!

Bleiben Sie behütet!

Beate Hofmann-Landgraf, Pfarrerin in Irmelshausen, Höchheim und Rothausen