Angedacht - die „Warum-Frage“

Ich bin dankbar für Überlegungen, die mich zum Nachdenken anregen. Von einer solchen Überlegung, die ich noch nicht zu Ende gedacht habe, möchte ich Ihnen erzählen:

In einem Gespräch ging es um die „Warum-Frage“. Wer hat sie noch nicht gestellt? Wir haben im Gespräch danach gesucht, ob es wohl Sinn macht, sie überhaupt zu stellen und dann geschah folgendes:

Meine Gesprächspartner, die mit mir auf der Suche nach Antwort waren, gaben mir aus ihrem tiefen Vertrauen trotz oder gerade in ihrer schwierigen Situation ihre Antwort auf die „Warum-Frage“ mit auf den Weg.

Von einer alten Frau seien sie gefragt worden, ob sie nicht wüssten, dass das Wort „Warum“ aus zwei Worten bestehe, nämlich aus „war“ und „rum“. Und die alte Frau habe ihnen erklärt: was „war“, ist „rum“ und ist (leider) nicht mehr zu ändern. Wenn man nun aber in der Vergangenheit verharre, habe das Leben keine Chance mehr.

Deshalb, so gab die alte Frau ihnen den Rat, müsse man den Blick nach vorne richten. Darin läge eine (neue) Perspektive. So sei Leben (wieder) möglich.

Diese Überlegung geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Wie gesagt, ich habe sie noch nicht zu Ende gedacht (wenn das überhaupt geht). Ich hatte das Bedürfnis, Sie an dieser Überlegung Teil haben zu lassen.

Ja, dem Leben Raum geben, das denke ich auch – und das ist auch Gottes Blickrichtung. Ich möchte mit Gott in dieselbe Richtung schauen (können).

Bleiben Sie behütet!

Beate Hofmann-Landgraf, Pfarrerin in Irmelshausen, Höchheim und Rothausen