Angedacht - Botschaft von Weihnachten lebt weiter

Der Christbaum in meinem Wohnzimmer hat für dieses Mal ausgedient und ich habe ihn „entschmückt“ und entsorgt. Die Sterne und Lichter in den Fenstern bleiben noch. Mindestens bis zum Dienstag. Mit dem Lichtmess-Tag am Dienstag heißt es Abschied nehmen von der seligen Weihnachtszeit. Die Symbole und Zeichen, die uns durch diese Zeit begleitet haben, werden fein säuberlich wieder im Karton auf dem Dachboden verstaut, oder kommt in die Abstellkammer, bis zum nächsten Einsatz.

Was sich nicht in Schachtel packen lässt, ist die Botschaft des Weihnachtsfestes. Sie lässt sich seit der Nacht von Bethlehem nicht mehr aus der Welt räumen. Weil Gottes Liebe im Kind in der Krippe Gestalt angenommen hat, kann diese Welt nicht die Alte bleiben. Das Kind in der Krippe hat diese Welt, in all ihrer Unübersichtlichkeit und Verworrenheit, längst erneuert. Auch wir sind durch das Kind und seine Geburt in dieser Welt nicht mehr die alten. „Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon.“ So verleiht der Verfasser des 1. Johannesbriefes in der Bibel dieser weihnachtliche Hoffnung Ausdruck. Diese fröhliche Hoffnung trägt durch ein ganzes Jahr, vielleicht verblasst sie ein wenig im All der Tage.

Spätestens wenn wir dann gegen Ende des Jahres auf den Dachboden gehen, um die Weihnachtskiste zu holen, und die Sterne in die Fenster hängen und den Christbaum schmücken, ist sie wieder da in unseren Gedanken und Herzen. Nur noch zehn Monate, dann ist wieder 1. Advent.

Pfarrer Oliver Englert, Urspringen