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Besuch von Bischof Kimirei aus Tansania


Der Bischof aus Afrika

Gabriel Kimirei aus der Partner-Diözese Aruscha predigt in der Auferstehungskirche

 

Gabriel Kimirei, der ehemalige Bischof der tansanischen Kirchenregion Aruscha, wurde von den Gläubigen der evangelischen Auferstehungsgemeinde in Münnerstadt empfangen. Der Theologe kam von einem Aufenthalt in Schweden ins Partnerdekanat Bad Neustadt. Nach dem Gottesdienst trug er sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Bürgermeister Helmut Blank hatte ihn willkommen geheißen und das Goldene Buch ins Gemeindezentrum mitgebracht.

Foto: Hubert Breitenbach

Eintrag ins goldene Buch: Bischof Gabriel Kimirei umringt von (von links) Dolmetscher Rainer Schacht, Dekan Gerhard Hausmann, Bürgermeister Helmut Blank, dem ehemaligen Missionsbeauftragten Fritz Elflein, Ingrid Mäckler, Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses, und Pfarrer Joachim Pennig.

Begleitet wurde Bischof Kimirei auf seinen Reisen von Rainer Schacht, einem Bauingenieur aus Unterfranken, der 18 Jahre lang im Dienste der evangelischen Kirche in Tansania tätig war und die Muttersprache des Bischofs beherrscht, der aus dem Volk der Massai kommt.

Den Sonntagsgottesdienst eröffnete Dekan Gerhard Hausmann aus Bad Neustadt. Mit der Begegnung in Münnerstadt und mit dem Eintrag Bischof Kimireis in das goldene Buch der Stadt werde eine besondere Verbundenheit zwischen Münnerstadt und der evangelischen Kirche in Afrika hergestellt.

Pfarrer Joachim Pennig begann den Gottesdienst mit dem von ihm gesprochenen und vom Gospelchor begleiteten Gleichnis von der Erweckung des Lazarus eröffnete. Zu Beginn seiner Predigt stellte sich Bischof Gabriel Kimirei der Gottesdienstgemeinde näher vor und überbrachte Grüße aus seiner Heimat sowie von seinem Nachfolger. Kimirei ist mittlerweile als Dozent an der kirchlichen Universität in Markumira tätig.

Seine Predigt, die Rainer Schacht simultan ins Deutsche übersetzte, stellte er unter das Bibelwort „Lasst Euch mit Gott versöhnen.“ Er erzählte von einem Erlebnis in Schweden, bei dem er an einem Versöhnungsgottesdienst mit den in Nordschweden beheimateten Samen teilgenommen hat.

Wie finde die Versöhnung zwischen Gott und den Menschen statt, fragte er. Versöhnung müsse jeden Tag zwischen uns und unseren Nachbarn sowie unter den Völkern stattfinden. Nur so könne Frieden sein, so der Bischof.

Kurz ging er auf die Versöhnungsrituale der Massai ein, seines Volksstammes. „Kriege sollten nur geführt werden, wenn es die Frauen auch wollen“. Leider werde viel zu oft die Verbindung zu Gott abgetrennt. Dann könne nur das Kreuz eine Wiederversöhnung herstellen.

Kimireis Besuch in Münnerstadt hat zwei Gründe. Zum einen ist Ingrid Mäckler derzeit Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses im Dekanat Bad Neustadt. Zum zweiten will sich der Bischof im Seniorenzentrum St. Elisabeth über die Situation in einer solchen Alten-Einrichtung  informieren. Denn bisher gibt es so etwas nicht in Tansania. Da sich die Gesellschaftsstruktur in Afrika aber gewaltig verändere und auch die Altersstruktur sich verschieben werde, dürften auch dort in Zukunft Altenheime nötig sein.

Das Programm des Bischofs sieht weiter eine Partnerschaftssitzung im Gemeindezentrum in Münnerstadt vor sowie Besuche in den christlichen Gästehäusern bei Bischofsheim, in Neuendettelsau und bei der Landessynode.

 Mainpost vom 22.03.10

Hubert Breitenbach

 

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letzte Aktualisierung 18.05.2011